
Mentoring bei Tiefgang beginnt mit zwei Gesprächen, bevor überhaupt etwas anfängt. Erst ein 15-Minuten-Gespräch, in dem wir prüfen, ob es grundsätzlich passt. Dann ein einstündiges Erstgespräch, in dem wir deinen Status quo erfassen. Danach treffen wir uns regelmäßig über drei oder sechs Monate. Einmal die Woche eine Stunde oder alle zwei Wochen zwei Stunden. Der Ablauf jeder Session folgt keinem festen Schema, sondern dem, was sich zeigt. In diesem Artikel erfährst du, wie Mentoring bei Tiefgang von innen aussieht. Nicht die Theorie, sondern was wirklich passiert.
Mentoring bei Tiefgang ist ein zeitlich begrenzter Prozess mit klarem Rahmen. Zwei Vorgespräche filtern, ob die Zusammenarbeit passt. Regelmäßige Sessions arbeiten an dem, was du mitbringst. Körperwahrnehmung, innere Anteile und Reality-Checks sind die Werkzeuge. Kein festes Programm, keine Module, keine Hausaufgaben. Sondern ein Raum, der sich an das anpasst, was gerade da ist.
Der Einstieg: Zwei Gespräche, bevor es losgeht
Mentoring bei Tiefgang startet nicht mit der ersten Session. Es startet mit zwei Gesprächen, die klären, ob wir zusammen arbeiten.
Das 15-Minuten-Gespräch
Das erste Gespräch dauert 15 Minuten. Hier geht es nicht um Tiefe. Hier geht es um Passung. Ich frage: Was sind deine Themen? Wo stehst du gerade? Was brauchst du? Wo willst du hin?
Gleichzeitig teile ich ein paar Informationen über meine Arbeitsweise, damit du prüfen kannst, ob ich der Richtige für dich bin. Es geht in beide Richtungen. Nicht nur ich entscheide, ob es passt. Du auch.
Das einstündige Erstgespräch
Wenn das 15-Minuten-Gespräch für beide Seiten stimmig war, folgt ein einstündiges Erstgespräch. Hier wird es konkret. Wir machen eine Gesamterfassung: Wo stehst du? Was beschäftigt dich? Was ist dein Wunschzustand?
Das ist mehr als ein Kennenlerngespräch. Es ist der Moment, in dem wir verstehen, was dich wirklich bewegt. Nicht das Thema auf der Oberfläche. Sondern das, was darunter liegt.
Wenn es nicht passt
Es kommt vor, dass ich im Erstgespräch merke: Das passt nicht. Dann kommuniziere ich das klar. Nicht als Ablehnung, sondern als ehrliche Einschätzung. Da ich ein großes Netzwerk habe, schlage ich Alternativen vor, wenn die Person das möchte. Einen Therapeuten, einen anderen Mentor, eine andere Form der Begleitung.
Ehrlichkeit und Klarheit ist mir wichtig. Und wenn es nicht passt, liefere ich immer Alternativen, weil mir wichtig ist, dass du weiterkommst.
Was in einer Mentoring-Session passiert
Jede Session beginnt mit derselben Frage: Was ist dein Thema? Was beschäftigt dich gerade? Was ist dein Wunsch in Bezug auf dieses Thema?
Das klingt strukturiert. Ist es auch. Aber was danach passiert, folgt keinem Plan. Es folgt dem, was sich zeigt.
Die Frage hinter der Frage
Was ich immer wieder sehe: Männer kommen mit einem Thema, das auf der Oberfläche liegt. „Ich fühle mich nicht wohl in meinem Job.“ Okay. Aber was heißt das eigentlich? Was steckt dahinter? Was bedeutet „nicht wohlfühlen“ für dich?
Es gibt Männer, die so verschlossen sind, dass sie das gar nicht richtig benennen können. Und genau da arbeiten wir dran. Nicht indem ich die Antwort liefere. Sondern indem ich Fragen stelle, die tiefer gehen als das, was du dir selbst fragst.
Das ist der Kern jeder Session: Von der Oberfläche zur Wurzel. Von dem, was du sagst, zu dem, was du meinst. Von dem, was du denkst, zu dem, was du spürst.
„Weg von“ oder „Hin zu“
Eine der wichtigsten Unterscheidungen im Mentoring ist die zwischen „Ich will weg davon“ und „Ich möchte hin zu etwas anderem.“ Viele Männer sagen: Ich möchte nicht mehr gestresst sein. Ich möchte eine Antwort haben. Ich möchte keine Angst mehr haben.
Das klingt nach einem klaren Wunsch. Aber es ist ein Vermeidungswunsch. Die entscheidende Frage ist: Wie fühlt sich der innere Zustand an, wenn du dort angekommen bist? Wenn der Stress weg ist, was ist dann da? Klarheit? Ruhe? Motivation? Freude?
Wenn du das benennen kannst, haben wir ein Ziel. Nicht ein Ziel im Coaching-Sinne, mit Meilensteinen und KPIs. Sondern ein inneres Bild davon, wie es sich anfühlen soll. Und dann bauen wir die Ressourcen auf, die dich dorthin bringen.
Wenn ein Mann dicht macht
Manchmal passiert es, dass ein Mann in der Session dicht macht. Nichts kommt. Er versteckt sich hinter Intellekt, hinter Humor, hinter Analyse. Das ist kein Problem. Das ist Material.
Ich passe mich an, basierend auf dem, was die Person hat. Manchmal stelle ich eine andere Frage. Manchmal sage ich gar nichts. Manchmal benenne ich, was ich sehe: „Mir fällt auf, dass du gerade sehr im Kopf bist. Was passiert, wenn du mal kurz die Augen schließt und spürst, was im Körper da ist?“
Der Mann hat den Raum für sich. Das ist das Wichtigste. Dass er überhaupt ein Thema ansprechen kann. Dass er nicht performen muss. Dass er auch schweigen darf.
Die Werkzeuge
Ich arbeite nicht mit einem festen Programm. Aber ich habe Werkzeuge, die ich immer wieder einsetze. Nicht als Methoden, die ich über den Mann stülpe. Sondern als Zugänge, die sich zeigen, wenn der Moment stimmt.
Körperwahrnehmung: Reinspüren, Atmen, Benennen
Der Körper ist der Kompass. Das gilt auch online. Körperwahrnehmung im Mentoring bei Tiefgang funktioniert über Achtsamkeit: Reinspüren. Wo ist gerade Spannung? Wo Enge? Wo Wärme? Atmen. Dem Körper Raum geben. Benennen. In Worte fassen, was der Körper zeigt.
Als Mentor mit Körper-/Psychotherapieausbildung führe ich durch diese Momente und teile eigene Erfahrungen. Nicht als Therapeut, sondern als jemand, der den gleichen Weg gegangen ist und weiß, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal wirklich in den eigenen Körper hineinzuspüren.
Innere Anteile erkennen
Einer der wichtigsten Werkzeuge im Mentoring ist die Arbeit mit inneren Anteilen. Die Frage lautet: Welcher Anteil spricht da gerade? Ist das wirklich du, der gerade Angst hat, seine Frau zu verlieren? Oder ist das ein innerer Anteil, der ein altes Muster wiederholt?
Diese Unterscheidung klingt subtil. Sie ist gewaltig. Wenn ein Mann erkennt, dass nicht er als Ganzes die Angst hat, sondern ein Teil von ihm, entsteht Abstand. Und aus Abstand entsteht Handlungsfähigkeit. Du bist nicht deine Angst. Du hast einen Anteil, der Angst trägt. Das ist ein Unterschied.
Reality-Checks gegen Angstszenarien
Viele Männer kommen mit Horror-Szenarien im Kopf. Was wenn die Firma scheitert? Was wenn sie mich verlässt? Was wenn ich versage? Diese Szenarien fühlen sich real an. Aber sie sind Ideen. Und die Realität sieht meistens anders aus.
Im Mentoring machen wir systemische Reality-Checks: Wo hast du schon Ressourcen erlebt und gemeistert? Was hast du in deinem Leben schon geschafft, das du damals auch nicht für möglich gehalten hast? Wenn du auf deine eigene Geschichte schaust, wieviel von dem, wovor du Angst hattest, ist tatsächlich eingetroffen?
Das ist kein positives Denken. Das ist Realismus. Und dieser Realismus gibt dir den Boden, auf dem du stehen kannst, wenn die Angstszenarien laut werden. Die Ressourcen waren immer da. Im Mentoring machen wir sie sichtbar.
Rhythmus und Zeitrahmen
Mentoring bei Tiefgang hat einen klaren Rahmen. Du entscheidest dich für drei oder sechs Monate. Innerhalb dieses Zeitraums gibt es zwei Optionen für den Rhythmus:
| Wöchentlich | Zweiwöchentlich | |
|---|---|---|
| Häufigkeit | 1x pro Woche | Alle 2 Wochen |
| Dauer pro Session | 1 Stunde | 2 Stunden |
| Passt für | Männer, die regelmäßigen Kontakt brauchen | Männer, die mehr Zeit zum Integrieren brauchen |
Die meisten Männer entscheiden sich für den wöchentlichen Rhythmus. Nicht weil er besser ist, sondern weil er kürzer und häufiger ist. Das hält die Verbindlichkeit hoch und lässt weniger Raum für Ausweichen.
Warum der Prozess zeitlich begrenzt ist
Mentoring bei Tiefgang ist kein offenes Abo. Es gibt einen klaren Zeitrahmen: drei oder sechs Monate. Der Abschluss ergibt sich aus der Zeit. Wir schauen, wie weit du bis dahin kommst.
Warum? Weil ein fester Rahmen etwas macht, das ein offenes Ende nicht kann: Er schafft Dringlichkeit. Die finanzielle Investition und der zeitliche Rahmen sorgen dafür, dass Männer nicht ausweichen. Sessions werden nicht abgesagt. Stunden werden nicht verfallen gelassen. Und wenn Widerstände auftauchen, kommen die Männer damit an, statt wegzubleiben. Das ist genau das, woran wir arbeiten können.
Was Mentoring bei Tiefgang nicht ist
Es ist nicht so, dass ich reinkomme, dich anschaue und sage: Du hast hier und hier ein Thema, mach das und das, dann löst sich dein Problem. Das ist es überhaupt gar nicht. Ganz im Gegenteil.
Ich bin kein Guru, sondern ich bin ein Begleiter. Das ist ein großer Unterschied. Männer, die zu mir kommen, wissen das. Sie sind über solche Versprechen hinaus. Sie haben über die Jahre gemerkt, dass Menschen, die schnelle Lösungen versprechen, meistens ihre eigenen Themen noch gar nicht angeschaut haben.
Und Männer, die den dringenden Wunsch haben, schnell Ergebnisse zu sehen, kommen nicht zu mir ins Mentoring. Das frage ich vorher ab. Weil der Wunsch nach schnellen Ergebnissen schon Teil des Problems ist. Er ist dasselbe Muster, das dich hierher gebracht hat: Schneller. Mehr. Sofort. Im Mentoring geht es darum, dieses Muster zu erkennen. Nicht es zu wiederholen.
Es braucht so viel Zeit, wie es braucht. Beim einen geht es schneller, beim anderen nicht. Und beides ist in Ordnung. Was zählt, ist nicht die Geschwindigkeit. Was zählt, ist die Ehrlichkeit, mit der du hinschaust.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Mentoring-Session?
Eine reguläre Session dauert eine Stunde. Wenn du dich für den zweiwöchentlichen Rhythmus entscheidest, dauert die Session zwei Stunden. Die Länge hängt davon ab, was du brauchst. Manche Themen brauchen mehr Raum, andere klären sich schneller.
Wie viele Sessions brauche ich?
Mentoring bei Tiefgang ist zeitlich begrenzt: drei oder sechs Monate. Bei wöchentlichem Rhythmus sind das 12 bis 24 Sessions. Wie tief du in dieser Zeit gehst, hängt von dir ab. Es gibt keinen Druck, alles in einem bestimmten Zeitfenster zu lösen. Aber der klare Rahmen schafft Verbindlichkeit.
Was passiert, wenn ich merke, dass es nicht passt?
Das klären wir vorher. Im 15-Minuten-Gespräch und im einstündigen Erstgespräch prüfen wir beide, ob die Zusammenarbeit Sinn macht. Wenn es nicht passt, sage ich das ehrlich und schlage Alternativen vor. Dieser Filter existiert, damit du nicht in etwas investierst, das nicht zu dir passt.
Muss ich mich auf die Sessions vorbereiten?
Nein. Du brauchst kein Thema vorzubereiten, keine Liste zu schreiben, nichts zu analysieren. Komm so, wie du bist. Was gerade da ist, ist das Thema. Manche Männer kommen mit einem konkreten Anliegen, andere merken erst in der Session, was eigentlich bewegt. Beides ist richtig.